Beim Besuch des ORF-Landesstudios Burgenland in Eisenstadt wurde nicht nur hinter die Kulissen des Fernsehens geblickt, sondern auch der spannende Frage nachgegangen, warum man nicht alles glauben sollte, was im Internet steht.

Anlass für den Besuch der FIT4future-Klassen 6BC war ein Workshop des Europäischen Parlaments zum Thema „Desinformation und Fake News“. Dabei erwartete die Schülerinnen ein abwechslungsreiches Programm mit drei spannenden Stationen.

Den Auftakt bildete ein Gespräch mit dem ORF Burgenland Radiomoderator Michael Pimiskern & dem Redakteur Andreas Berger. Die Schüler:innen erfuhren, wie Nachrichten entstehen, welche Schritte notwendig sind, bevor eine Meldung veröffentlicht wird, und warum eine sorgfältige Recherche von Bedeutung ist. Besonders interessant war die Diskussion darüber, wie man echte Informationen von bewusst verbreiteten Falschmeldungen unterscheiden kann. Und sogar die Medienprofis konnten noch einiges über „fragwürdige Taubenbabys“ und „Überwachungsmöwen“ lernen.

Anschließend ging es auf Entdeckungstour durch das Landesstudio. Dabei konnten die Schülerinnen hautnah erleben, wie Radio- und Fernsehsendungen produziert werden. Ein besonderes Highlight war die Gelegenheit, selbst vor das Mikrofon und die Kamera zu treten. Eigene Radiobeiträge einzusprechen und das Format „Burgenland heute“ zu moderieren sorgte nicht nur für Begeisterung, sondern ließ bei manchen vielleicht sogar den Traum von einer zukünftigen Medienkarriere aufkommen.

Bei der letzten Station wurde es schließlich besonders spannend, denn die Schüler:innen schlüpften selbst in die Rolle von „Fake-News-Produzent:innen“. In einem angeleiteten Selbstversuch entwickelten sie Strategien, wie man falsche Informationen möglichst überzeugend erscheinen lassen kann, um möglichst viele Follower:innen zu generieren. Gerade dieser Perspektivenwechsel machte deutlich, wie leicht Menschen manipuliert werden können und wie wichtig kritisches Denken ist. Wer gelernt hat, Informationen kritisch zu hinterfragen, ist fit für die Herausforderungen unserer digitalen Gesellschaft.

SKO