Unsere Schulbienen bereichern den Schulalltag auf besondere Weise. Zwei Bienenvölker ermöglichen es den SchülerInnen, die faszinierende Welt der Bienen hautnah zu erleben.
Ein besonderes Highlight stellt der Weltbienentag am 20. Mai dar. Anlässlich dieses internationalen Tages der Biene erhielten interessierte Klassen spannende Einblicke in das Leben der Bienen und in die vielfältigen Aufgaben eines Imkers – direkt vor dem geöffneten Bienenstock. Rauch steigt auf. Hinter den Zargen, das sind die Wohneinheiten der Bienen in der modernen Imkerpraxis, erblickt man bereits Imker und Lehrer Manfred Leirer. Er trägt eine weiße Jacke, verzichtet jedoch bewusst auf Handschuhe und Kopfschutz. Den einen oder anderen Stich einer Arbeitsbiene nimmt er in Kauf, denn das Bienengift ist sogar gesund, wenn man kein Allergiker ist. Der Stock ist bereits geöffnet und das beruhigende Summen der Bienen ist nicht zu überhören. Die Kinder und Jugendlichen erfahren unter anderem, dass in einem Stock im Sommer bis zu 70 000 Bienen leben, dass Arbeitsbienen unterschiedlichste Aufgaben übernehmen, dass die Bienenkönigin ca. 2.000 Eier pro Tag legt und dass Bienen im Mai gerne Schwärmen. Honig- und Wildbienen bestäuben ca. 80% unserer Kultur – und Wildpflanzen. Ohne sie gäbe es somit fast kein Obst und Gemüse und unsere Ernährung wäre sehr einseitig – eine Information, die zum Nachdenken anregt und die Bedeutung der Bienen bewusst macht.
Einige SchülerInnen trauten sich sogar eine Honigwabe halten, auf der sich hunderte Insekten tummelten. Eine Verkostung des frischen Wabenhonigs durfte auch nicht fehlen. In diesem Zusammenhang wird darauf aufmerksam gemacht, dass es bei Honig große Qualitätsunterschiede gibt und dass es Sinn macht Honig von heimischen Imkerinnen und Imkern zu kaufen.
Abschließend wurden gemeinsam Ideen gesammelt. Jeder Einzelne kann zum Bienenschutz folgendes beitragen:
- Vielfalt Pflanzen: Pollen – und nektarreiche Blumen, Stauden, blühende und artenreiche Hecken sowie Obstbäume pflanzen
- Mut zur Wildnis: seltener Rasenmähen bzw. einen Teil des Gartens nicht mähen; keine Mähroboter verwenden
- Verzicht auf Chemie: keine chemischen Unkrautvernichtungsmittel verwenden
- Wohnraum schaffen: Insektenhotels für Wildbienen errichten
Die Schulbienen waren so fleißig, dass bereits der erste Honig von der 3B Klasse geschleudert werden konnte. Verschiedenste Klassen dürfen beim Abfüllen des Honigs und beim Etikettieren helfen. Der Schulhonig kann immer wieder im Rahmen von Schulveranstaltungen oder in der großen Pause erworben werden.
Weitere Arbeitsschritte, die demnächst anfallen und von SchülerInnen übernommen werden sind Bienenwachs klären, Kerzen gießen und Lippenbalsam herstellen.
Ziel des Schulprojektes ist es auf die Bedeutung der Wild- und Honigbienen aufmerksam zu machen und die Kinder und Jugendlichen zu motivieren Biodiversität zu fördern und einen nachhaltigen Umgang mit der Natur zu pflegen. Schützen und schätzen wir die fleißigen Bienen mehr!
Mag. Julia Berlakovich










