Unsere 2. Klassen tauschten Schulhefte gegen Wachstafeln und die neuen BRGOP-Schulpullis gegen Tunika bzw. Stola.  Ziel: Carnuntum – die wohl coolste Art, Geschichte nicht nur zu lernen, sondern hautnah zu erleben.

Schon beim Betreten des archäologischen Parks wurde schnell klar, hier ist nichts verstaubt. Stattdessen standen wir plötzlich mitten in einer römischen Stadt – mit originalgetreu rekonstruierten Häusern, funktionierenden Fußbodenheizungen (ja, die Römer hatten das wirklich!) und Innenhöfen, die Instagram-tauglicher sind als manch modernes Café.

Unsere Guides führte uns durch die antiken Straßen und erklärten, wie die Menschen damals lebten. Besonders beeindruckend: Die original rekonstruierte Therme bzw. das römische Wohnhaus einer Patrizierfamilie, wo nur ein funktionierendes WLAN fehlte, um sich auch heute noch wohlfühlen zu können.

Danach ging es ins Biolandgut Esterhazy nach Donnerskirchen. Eingebettet in eine atemberaubende Naturlandschaft zwischen Leithagebirge und dem Schilfgürtel des Neusiedler Sees führte uns eine Entdeckungsreise durch das tägliche Hofgeschehen mit Einblicken in die biologische Landwirtschaft. Darüber hinaus ging es um Themen wie Naturschutz und Artenvielfalt. Nach der Hofführung wartete außerdem der neu gestaltete GrennTech-Biocampus auf uns, wo wir die Produktion erneuerbarer Energie hautnah erleben konnten, Ideen für die Nachnutzung alter Windradblätter kreierten und über die Energiezukunft philosophierten.

Carnuntum und das Biolandgut Esterhazy haben uns gezeigt, dass hinter jedem „trockenen Kapitel“ im Buch echte Menschen und hinter jedem Sprichwort echte Geschichten stecken. Am Ende des Tages waren sich alle einig: Geschichte bzw. Geographie und Wirtschaftliche Bildung sind alles andere als langweilig, wenn man sie so erleben darf.

Mag. Benjamin Skolik