Nach dem Motto „aus der Geschichte seine Lehren ziehen“, begaben sich die Klassen 7A und 7B nach Linz, um in einem abwechslungsreichen Programm mit einigen Anknüpfungspunkten historische Ereignisse zu analysieren, um aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und diese in Zukunft nicht mehr zu wiederholen.
Nach einer angenehmen Zugfahrt von Wien nach Linz machten wir uns auf den Weg zur Voest Alpine, wo wir auf einem Betriebsgelände von 6 km² (über 600 Fußballfelder) neben dem Hochofen auch riesige Rohstofflager und ein Warmwalzwerk besichtigen konnten. Mit beeindruckenden Zahlen (15.000 t flüssiges Roheisen pro Tag oder 84 Mio. l Wasser pro Tag) im Gepäck ging es weiter in die Unterkunft, wo wir am Nachmittag eincheckten. Nach einer Mittagspause machten wir uns auf einen kurzen Spaziergang zum Linzer Limonistollen, welche der Stadtbevölkerung bei Fliegeralarm als Zufluchtsort während des Zweiten Weltkrieges dienen sollte. Der Stollen wurde von Zwangsarbeiter:innen des KZ Mauthausen unter unmenschlichen Bedingungen (unvorstellbar für uns, dass die Arbeiter:innen im 8°C kalten Stollen über einen längeren Zeitraum untergebracht waren) errichtet, wobei viele ihr Leben lassen mussten. Am Abend begleitete uns ein Nachtwächter, ausgerüstet mit einer Hellebarde und einer Lampe, durch die Innenstadt von Linz und weihte uns in die Geheimnisse der oberösterreichischen Landeshauptstadt ein. In einer sehr unterhaltsamen Art und Weise wurde uns einiges über die Aufgaben der Nachtwächter im mittelalterlichen Linz erzählt. Am nächsten Tag begaben wir uns zur Gedenkstätte Mauthausen, wo wir trotz intensiver Vorbereitung nochmals neue Dinge erfahren haben. Ein äußerst berührendes und bedrückendes Gefühl begleitete uns während des Rundgangs. Besonders eindrucksvoll wurde uns das Leben in den Baracken erklärt. Selbst 10 Minuten in einer Baracke war für uns bei den herrschenden hohen Temperaturen eine Herausforderung, kaum vorstellbar, dass zur damaligen Zeit 200 Personen in den Baracken leben/überleben mussten.
Wir kehrten mit vielen Eindrücken nach Hause zurück – bewegt von dem Leid der Vergangenheit und entschlossen, durch Erinnerung dazu beizutragen, dass sich Geschichte niemals wiederholt.
Mag. Gernot Beck


















