Sonntag & Montag
Wir starteten am Sonntag unsere Reise in Deutschkreutz, die uns zu unserer Erasmus-Partnerschule, dem Antoniuscollege Gouda, führte. Am Hauptbahnhof in Wien warteten wir drei Stunden auf den Nightjet Richtung Amsterdam, der schließlich ausfiel. Infolgedessen wurden wir in Wien in einem Hotel untergebracht.
Am Montag konnten wir unsere Reise schließlich am frühen Morgen fortsetzen und nach Gouda weiterfahren. Die Weiterreise dauerte rund 15 Stunden und war die anstrengendste Reise unserer Schullaufbahn. Um 21 Uhr, bei den Gastfamilien angekommen, wurden wir mit offenen Armen und einem leckeren Abendessen aufgenommen. Leider konnten wir die für Montag geplanten Programmpunkte nicht durchführen, diese wurden jedoch auf einen anderen Tag verschoben.
Dienstag
Am Dienstag standen wir früh morgens auf und fuhren – wie in den Niederlanden üblich – mit dem Rad selbstständig zur Schule. Dort wurden wir mit einer Rede, einem Intermezzo der Schulband sowie einem informationsreichen TED-Talk von Frank Holleman, dem Gründer der „Fork Rangers“, einer Buch- und App-Reihe zum Thema nachhaltige Ernährung, begrüßt.
Er erklärte uns Wege, wie man den eigenen CO₂-Ausstoß verringern kann. Seine App ist in Levels aufgebaut, wobei Level 1 beispielsweise das Verringern von Rindfleisch beinhaltet.
Danach stiegen wir in einen Bus zum Strand, wo wir im Sand und bei starkem Wind Windsurfer in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten konnten. Anschließend ging es zu einem kleinen Restaurant, wo wir echt niederländisch zubereiteten Fisch probieren durften.
Nach einer kurzen Pause und einem kurzen Wanderweg durch die niederländische Natur gelangten wir schließlich zur Space Expo in Noordwijk. Dort wird alles, was man über das Weltall und die Raumfahrt wissen kann, ausgestellt und von einem Tourguide erklärt. Zusätzlich gab es bei unserem Besuch eine spezielle Präsentation über die Reisen und das Leben auf dem Mond.
Mittwoch
Am verregneten Mittwochmorgen machten wir uns auf den Weg in die moderne Hafenstadt Rotterdam. Nach einer rund 30-minütigen Busfahrt bekamen wir von John, dem niederländischen Lehrer unserer Partnerschule, eine Führung durch die Rotterdamer Innenstadt, wo wir die bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen konnten, wie zum Beispiel die große neue Markthalle und die „interessant“ aussehenden Kubuswohnungen.
John erklärte uns außerdem, dass Rotterdam Ziel massiver Bombenangriffe während des Zweiten Weltkriegs war, weshalb die Stadt heute sehr modern wirkt, da nur wenige ältere Gebäude die Angriffe überlebt haben.
Nach einer Mittagspause in der großen Fußgängerzone unternahmen wir eine Hafenrundfahrt durch den Rotterdamer Hafen, bei der wir viele interessante Dinge über den größten Containerhafen Europas erfuhren. Nach einem Spaziergang über die bekannte Erasmusbrücke fuhren wir zurück zu unseren Gastfamilien, wo wir am Abend noch gemeinsam verschiedenen Aktivitäten nachgingen.
Donnerstag
Am Donnerstag verbrachten wir einen besonders schönen und erlebnisreichen Tag. Am Vormittag besichtigten wir eine Windmühle, in der uns der Müller die Funktionsweise genau erklärte. Dabei erhielten wir Einblicke in die Technik der Mühle – vom Antrieb durch die Windflügel über das Getriebe bis hin zu den Mahlsteinen. Außerdem durften wir selbst die Windflügel ausrichten und so die Arbeit des Müllers praktisch nachvollziehen.
Anschließend besuchten wir die Gouda Cheese Experience, wo wir spannende Einblicke in die Kunst der Käseherstellung erhielten und dabei gewissermaßen selbst zu „Käsemeistern“ ausgebildet wurden. Zudem fand eine Käseverkostung statt, bei der wir unterschiedlich lang gereiften Gouda probieren konnten.
Am Nachmittag kochten wir in unseren Gastfamilien gemeinsam verschiedene Gerichte, die wir am Abend in gemütlicher Runde genossen. Den krönenden Abschluss bildete eine fröhliche Disco mit den Schülerinnen und Schülern der Schule sowie weiteren Austauschschulen aus Deutschland und Frankreich, bei der Thomas mit seiner guten Laune viele zum Tanzen mitriss.
Freitag
Am Freitag fuhren wir um 8:50 Uhr mit dem Zug von Gouda nach Amsterdam. Zunächst stand Sightseeing auf dem Programm.
Nach der Mittagspause verabschiedeten wir uns von den niederländischen Schülerinnen und Schülern. Danach besuchten wir das Anne-Frank-Haus, das uns mit seiner bewegenden und tragischen Geschichte tief beeindruckte.
Anschließend machten wir mit einem lustigen Kapitän eine Bootsfahrt durch die Grachten, die typischen Kanäle Amsterdams, die die Stadt durchziehen und ihr Stadtbild prägen. Um 19:00 Uhr traten wir schließlich die Heimreise mit dem Zug nach Wien an. Nach einer rund 19-stündigen Fahrt kamen wir schließlich wieder zu Hause an.
Damit ging eine spannende und zugleich eindrucksvolle Woche in den Niederlanden zu Ende, in der wir viel erlebt und neue Freundschaften geschlossen haben.
7A, SOM, ZVE













































