Am Dienstag, dem 5.2.2019 machten sich die 6A- und die 6B – Klasse mit ihren Professoren Mag. Beck und Mag. Skolik auf den Weg in die Bundeshauptstadt.

Unser erster Programmpunkt führte uns ins Bundeskanzleramt, wo wir eine gut 60 – minütige Führung hatten. Vom ersten Raum, wo insbesondere früher ausländische Staatsgäste empfangen wurden, gingen wir weiter in den Sitzungssaal, wo heute jeden Mittwoch die Ministerratssitzungen abgehalten werden. Dort durften wir in die Rollen der unterschiedlichen MinisterInnen schlüpfen. Heintz Daniel agierte als Bundeskanzler Kurz und Kosykh Adelina mimte Vizekanzler Strache.  Ein durchaus interessanter Fakt war, dass diese Sitzungen durchschnittlich lediglich 6 Minuten dauern, weil die Inhalte schon besprochen wurden und nun nur mehr die Beschlussfassung formal unterzeichnet wird. Im Pressebereich angekommen, lernten wir einiges über die ehemals große Bedeutung der Balkone. Was bei uns kollektives Unverständnis auslöste, war die Tatsache, dass sich beim Empfangen von Gästen ein Kellner um zwei Personen kümmert, damit alle gleichzeitig die kulinarischen Köstlichkeiten genießen können. Zudem hatte beispielsweise die österreichische Fußballnationalmannschaft Sonderwünsche, indem sie Rind aus Uruguay bestellten. Dies löste eine Reihe zahlreicher Beschwerdemails aus, die wiederrum dazu führten, dass nunmehr vermehrt auf lokale Produkte gesetzt wird. Durch den Raum, indem das Leben von Engelbert Dollfuß im Juli 1934 beendet wurde, konnten wir nur durchspazieren, da hier eine Arbeitssitzung geplant war. In der Mittagspause wurde die Großstadt auf eigene Faust erkundet.

Unser zweiter Programmpunkt war das Vienna International Center, wo wir internationales Territorium betreten durften. Lediglich den Symbolbetrag von 7 Cent (1 Schilling) müssen die Vereinten Nationen an Miete für den riesigen Gebäudekomplex, der in den 70er Jahren errichtet wurde, bezahlen. Dennoch ist der Gewinn für Österreich keineswegs zu unterschätzen, denn die 120.000 Konferenzgäste geben Jahr für Jahr etwa 600 Mio. € in Österreich aus. Wir erfuhren, welche Schwerpunkte die UNO in Wien setzt. Sowohl die 17 „sustainable development goals“, die bis 2030 umgesetzt werden sollen als auch ein aktuelles Flüchtlingszelt, machten uns auf die Ungerechtigkeiten der heutigen Zeit aufmerksam und sorgten für nachdenkliche Köpfe.

Vollgepackt mit neuen Erkenntnissen und Eindrücken reisten wir wieder zurück ins Burgenland, wo wir pünktlich in Deutschkreutz ankamen.