MusikKunst – ein Projekt der 6B

„Das Beste an diesem Projekt war, dass wir so viele Freiheiten hatten. Wir konnten Materialien, Technik, Motive, Farben – alles selbst bestimmen“, erzählen Cornelia Artmann und Pia Karner begeistert. Sie sind aus dem ORG-Teil der 6B, in der unter der Leitung von Frau Prof. Judith Grosinger spannende Klang-Bild-Montagen erarbeitet wurden. Hier tritt Musik in enge Wechselwirkung mit bildender Kunst, die beiden Elemente bedingen, ergänzen und inspirieren einander.


Am Dienstag, dem 9.6.2021, wurde das Projekt coronabedingt in sehr kleinem Rahmen Frau Direktorin Helga Fabsits, Klassenvorstand Gernot Beck und einigen Lehrpersonen vorgestellt. Was ist also das Besondere daran? Die Klasse 6B besteht aus drei verschiedenen Schulzweigen, einem neusprachlichen Gymnasium, einem ORG mit Musikschwerpunkt und einem ORG mit Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten. Die Aufgabenstellung des Projekts, Musik und Malerei zu einem Gesamtkunstwerk zu gestalten, indem man sie quasi „übersetzt“ und ergänzt, stellte jeden der drei Schulzweige vor neue Herausforderungen. Bekannte Klassiker der Kunstgeschichte, z.B. von Vermeer, Monet, Dali u.a. sollten mit passender Musik unterlegt werden, Musikstücke wurden als Klangimpuls für eigenständige Bilder genutzt und Werke von KünstlerInnen des BRGOP, von Manfred Leirer, Constanze Pirch, Sonja Melchart-Ledl und Christina Clementi, waren Inspiration für eigene Kompositionen der kreativen SchülerInnen. Als besonderes Highlight der Projektpräsentation spielte Letizia Dobric aus dem Musikzweig ihre Komposition „Poseidon“ live auf dem Klavier vor.

Entstanden ist eine innovative Ausstellung der besonderen Art. Jedes Bild wurde mit einem QR-Code versehen; dahinter versteckt sich eine Klanginstallation, die zusammen mit dem Bild etwas völlig Neues ergibt. Ein QR-fähiges Mobiltelefon erweckt bei jedem Bild die Musik zum Leben und BesucherInnen haben ein interessantes Ausstellungserlebnis. Klangfarben ergänzen Farben, Bildmotive werden zu musikalischen Motiven, Stimmungen kann man sowohl sehen als auch hören, überraschende Assoziationen tauchen beim Betrachter bzw. der Hörerin auf. Am schönsten ist der Kunstgenuss natürlich mit Kopfhörern, die einem das totale Eintauchen in die Klang-Bild-Montage ermöglicht.

Alle SchülerInnen haben nicht nur großes Einfühlungsvermögen in verschiedene Kunstgattungen, sondern auch eine Menge digitale Kompetenz beweisen müssen, da nicht nur Kompositionen und Bilder, sondern auch alle Aufnahmen, Schnitte, Bearbeitungen und Formate von ihnen selbst erstellt wurden.

Die 6B und ihre Projektbetreuerin bedanken sich bei allen, die mitgeholfen haben, die Klang-Bild-Montagen zu dem werden zu lassen, was sie jetzt sind, und sie freuen sich natürlich über viel Besuch ihres Gesamtkunstwerks.