Im Rahmen des Zeitzeugenprogramms des österreichischen Unterrichtsministeriums erzählte Stefan Horvath, ein Rom aus Oberwart, am 11.04.2019 den Schülern der 3. und 4. Klassen in der Schulbibliothek von der Geschichte der Zigeuner von ihrer Auswanderung aus Indien vor fast 1000 Jahren, über die Verfolgung der Volksgruppe in der NS-Zeit bis in die Gegenwart. In seinem Vortrag war vor allem das Erzählen über seine Kindheit und Jugend in der Romasiedlung bei Oberwart äußerst beeindruckend. Beim Bombenattentat vom Februar 1995 kam auch sein Sohn ums Leben, was einen Wendepunkt in seinem Leben bedeutete. Er erzählte auch, wie und warum er dem Mörder seines Sohnes verziehen und ihn sogar im Gefängnis besucht hat. Zitat Horvath: “Das Wichtigste im Leben ist verzeihen zu können, Hass frisst die Seele auf.” Horvath hinterließ bei den SchülerInnen nicht zuletzt mit Textauszügen aus seinen eigenen Texten eine große Betroffenheit, was beweist, dass Jugendliche auch mit einer derartigen Thematik sensibilisiert werden können.