Die Klassen 4A & 4B haben sich in den letzten Wochen in einer Projektarbeit mit dem vielschichtigen Thema „Rosen aus Kenia“ beschäftigt. Dabei setzten wir uns mit den regionalen Anbau- und Arbeitsbedingungen, mit den ökologischen Folgen des Rosenanbaus vor Ort, mit dem ökologischen Fußabdruck, mit den lokalen Standortfaktoren und vielen anderen interessanten Aspekten auseinander. Die Rosen vom Muttertag sind mittlerer Weile verblüht, doch die Auswirkungen der Rosenzucht werden uns noch lange begleiten.

Die Betroffenheiten sind unterschiedlich, während den Fischern vom Naivashasee vor Ort jegliche Lebensgrundlage aufgrund der starken Pestizideinbringung in den See genommen wird, spüren wir die Auswirkungen in Europa nur indirekt. Schlaue Köpfe würden nun statt afrikanischen Rosen wahrscheinlich holländische Exemplare bevorzugen. Doch beim nächsten Date sollte auch auf niederländische Blumen verzichtet werden, wie die beiden Klassen herausgefunden haben, denn diese haben eine aufgrund der beheizten und künstlich beleuchteten Glashäuser eine schlechtere Klimabilanz als afrikanische Rosen, welche immerhin mit dem Flugzeug um den halben Erdball transportiert werden müssen. Alle diese negativen Argumente haben die Schülerinnen und Schüler im Laufe ihrer Forschungsarbeit gesammelt und im Rahmen einer Collage zusammengefasst. Die gute Nachricht am Ende: Eine „Umwelt- und sozialverträgliche“ Rosenproduktion ist möglich und beispielsweise mit dem „Flower Label Program – Siegel“ oder dem „Fair-Trade-Siegel“ gekennzeichnet. Zusammengefasst: Zertifizierte Rosen zu besonderen Anlässen ja, für Zwischendurch tut´s doch auch eine Umarmung oder mit Liebe gepflückte Gartenblumen, oder?