Immer wenn Schülerinnen und Schüler vor die Qual der Wahl gestellt werden, einen schulfreien Tag im Freien zu verbringen oder doch lieber den gesamten Vormittag in einem stickigen Klassenzimmer zu sitzen, so entscheidet sich die Mehrheit in der Regel für die erste Alternative. Sobald der schulfreie Tag im Freien jedoch eine 30 Kilometer lange Wanderung entlang des Neusiedlersees bei stürmischen Wetterbedingungen im tiefsten Winter beinhaltet, so hält sich die anfängliche Begeisterung meist in Grenzen.

Nichtsdestotrotz haben sich letztendlich 19 Schüler und Schülerinnen gefunden, die sich dieser Herausforderung im Rahmen der Burgenland Extrem Tour am 25. Jänner 2019 stellen wollten. Ausgerüstet mit warmer Kleidung, gutem Schuhwerk und der nötigen Motivation im Gepäck, ging es unter der Aufsicht unserer beiden Begleitlehrer Professor Camus und Professor Hahn ab in das windige Nordburgenland. Angekommen im Pannoneum in Neusiedl am See bestand nochmals die Möglichkeit einer Stärkung in Form von Tee und kleinen Snacks. Um Punkt halb zehn fiel der erwartete Startschuss, mit dem dutzende Schülerinnen Schüler voller Elan in die erste Wegetappe starteten. Da zu Beginn jeder möglichst rasch vorauseilen wollte, herrschte vorerst wildes Gedränge, das sich nach den ersten zurückgelegte Kilometern jedoch allmählich auflöste.

Obwohl laut Wetterbericht mit dem Schlimmsten zu rechnen war, erwiesen sich Wind und Wetter als gnädig, sodass wir nahezu durchgehend von strahlendem Sonnenschein begleitet wurden. Mit jedem zurückgelegten Schritt wurde die Beine jedoch immer schwerer und die Müdigkeit setzte uns allmählich zu. Nichtsdestotrotz war vom Aufgeben nie die Rede, sodass die Ziellinie in Oggau nach fünf bis sieben Stunden von jedem einzelnen überquert werden konnte. Obwohl uns die Burgenland Extrem Tour alle noch vorhandenen Reserven kostete, war das Erreichen des Ziels ein umso schöneres Gefühl. Denn gemäß der lateinischen Redewendung „Mens sana in corpore sano“ („ein gesunder Geist in einem gesunden Körper“) kann etwas Bewegung insbesondere neben dem stressigen Schulalltag als willkommene Abwechslung gesehen werden.