Am Mittwoch, dem 16.01.2019 reisten die 7A und die 7B des Gymnasiums Oberpullendorf mit ihrem/r Begleitlehrer/in Mag. Beck und Mag.a Gebert in das Konzentrationslager Mauthausen. Nach zwei Stunden intensiver Vorbereitung im Unterricht fuhren die Schüler/innen mit ausreichendem Vorwissen nach Mauthausen. In Mauthausen angelangt, wurden die Klassen in drei Gruppen geteilt, um sich zunächst in einem Seminarraum mit einigen bewegenden Bildern zum Leben im Konzentrationslager auseinanderzusetzen. Diese Bilder wurden dann später während des Rundgangs nochmals thematisiert.

Nach der Vorbereitung und dem gegenseitigen Austauschen von individuellen Erfahrungen begann der ca. 2,5 stündige Rundgang durch das Konzentrationslager. Insbesondere das Zusammenspiel von Opfer, Täter und dem Umfeld stand während des Rundganges im Vordergrund. Als Beispiel nannte unser Guide den Fußballplatz, wo die SS – Männer in der oberösterreichischen Landesliga vor Publikum offizielle Fußballspiele ausgetragen haben. Die Schüler/innen mussten sich Gedanken machen, wie die Zivilbevölkerung das Leben im Konzentrationslager sah. Weiters ging es zum Steinbruch mit Blick auf die Todesstiege, wo wiederrum das Umfeld mit einer Bäuerin, die damals in der Nähe wohnte und die unmenschliche Behandlung der Häftlinge mit ansehen musste, thematisiert wurde. Nach den Gedenktafeln hörten wir in den Unterkünften der SS, wie das Leben eines SS Mannes abgelaufen ist. Am Ende unseres Rundganges kamen wir zu den Baracken, wo die Häftlinge untergebracht waren. Zu sehen, unter welch widrigen Bedingungen die Häftlinge wohnen bzw. schlafen mussten, war sicherlich äußerst bewegend und regte zum Nachdenken an. Der allerletzte Teil führte uns noch in die Räume, wo die Häftlinge ermordet wurden. Insbesondere der Raum, wo die Namen der Opfer angeführt waren, war für die Schüler/innen sehr emotional. Dort merkten sie erst, wie viele Leben beendet wurden.
Alles in allem war es ein spannender, bewegender und interessanter Rundgang, der die Schüler/innen zum Reflektieren anregen soll, um aus der Geschichte zu lernen und die Errungenschaften der letzten Jahre wie Frieden und Demokratie beizubehalten.