… steht auf der Startseite der BRGOP-Homepage, gleich rechts im dunkelgelben Feld. Am Mittwoch, dem 12. Dezember, fand diese hochinteressante Aktivität im neuen „Haus der Geschichte“ in der Wiener Hofburg ihren würdigen Abschluss.

Begonnen hat alles mit einem Gespräch mit Joško Vlasich, Deutschprofessor im „Unruhestand“, weil immer noch hochaktiv, unter anderem beim Schulradio. Er sei kontaktiert worden, dass man zum Gedenken „100 Jahre Republik“ österreichweit 30 Schulen suche, die bereit wären, ihre Umgebung zum Thema zu erforschen und die Ergebnisse gemeinsam mit Künstler/innen – vor allem aus dem Medienbereich – zu präsentablen Produkten zu gestalten.

Rasch konnte man sich einigen: Die 4E 2017/18 wäre die richtige Klasse dafür. Mit 16 Schüler/inne/n überschaubar, Klassenvorstand Ernst Filz in Deutsch und Religion (das von allen besucht wurde) fünfmal in der Woche vor Ort, dazu bestand Interesse – wir machen es also. Das Wer und Was und Wo und Wie konnten ebenfalls geklärt werden: Wir recherchieren über Bauwerke in unseren eigenen Gemeinden, über die wir selbst zu wenig wissen. Ausgesucht wurden

  • ·         der Förderturm beim Ritzinger Helenenschacht,
  • ·         der Soldatenfriedhof in Neckenmarkt,
  • ·         die Synagoge in Kobersdorf,
  • ·         die Tempelgasse in Deutschkreutz (mit dem nicht mehr existierenden Tempel) und
  • ·         die alte Schule in Großwarasdorf (nunmehr KUGA).

Vornehmlich in den Religionsstunden trafen die Schüler/innen sehr selbstständig und zielbewusst Vorbereitungen auf einen Projekttag, nämlich den 17. Mai, wo sie mit Unterstützung der Kollegen Philipp Horvath, Thomas Loibl und Benjamin Skolik ausschwärmten, um Zeitzeugen zu treffen bzw. Passant/inn/en zu befragen, was ihnen zu den Untersuchungsobjekten einfalle. Die Zusammenarbeit mit Radio OP ergab frühzeitig, dass das Ergebnis im Audio-/Videobereich verewigt würde, der Titel „Alte Gebäude erzählen“ war dazu Programm.

Als Koordinator leistete Joško Vlasich wichtige Hintergrundarbeiten, er verwaltete unter anderem das kleine Budget, das über den KulturKontakt an die Mitwirkenden verteilt wurde. Dazu stellte er den Kontakt zu zwei Medienkünstlern, zu Evelin Blumenau und Walter Kreuz von „gecko-art“, her, die das vorhandene Material sondierten und sich erste Vorstellungen für das Endprodukt holten.

Während das ganze BRGOP in der letzten Unterrichtswoche selbst bei den üblichen Projekttagen aktiv waren, hatte die 4E für ihre Aktivität Hochbetrieb: Hier war noch eine Frage an einen Zeitzeugen offengeblieben, da fehlte ein Foto, dort ein Copyright … Mit vereinten Kräften ging sich alles aus – schließlich war im Herbst 2018 keine ähnliche Zusammenarbeit möglich, sechs Burschen aus dieser Klasse hatten an anderen Schulen ihre weitere Bildung geplant.

Bald konnte Prof. Loibl das Ergebnis (ein über einstündiges Audio-Feature) auf die schuleigene Homepage laden, und am 12.12.2018 erfolgte die eingangs erwähnte Abschlusspräsentation. Lilien Dudas-Fehervizi, Thomas Ecker, Alena Kulman und Jana Trummer waren bei einem Ratespiel am geschicktesten und durften mit dem (Ex-)Klassenvorstand nach Wien fahren. Routiniert beantworteten sie alle Fragen am Präsentationsstand und wären beinahe mit einem Imbiss belohnt worden, hätten die Wiener Organisatoren doch die burgenländische Variante gewählt: Es gab ca. 500 Kataloge, aber nur 80 Brötchen, das hätte man hierzulande eher umgekehrt gelöst …

So fand die Nachfeier im amerikanischen Lokal mit dem Apostroph statt, und man war sich einig: Projektarbeit ist etwas ganz Feines und sollte immer wieder stattfinden!